Ein
Review von Danny Walch

Aus Sehnsucht nach ihrem Mann lässt die junge Emmanuelle Paris hinter sich und folgt ihrem Gatten nach Thailand. Bereits im Flugzeug bekommt die sinnliche Frau einen Vorgeschmack auf die erotischen Abenteuer, die sie in Bangkok erwarten. Kaum gelandet, stürzt sie sich neugierig in das wilde Treiben der exotischen Metropole. Anfangs noch scheu, legt sie schnell ihre Ängste und Konventionen ab, um die vollkommene Befriedigung ihrer brennenden Lust zu erleben. |

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| Im Handel ab: | 01.07.2010 |
| Anbieter: |
Kinowelt Home Entertainment
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| Originaltitel: | Emmanuelle |
| Genre(s): |
Erotik
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| Regie: | Just Jaeckin |
| Darsteller: | Sylvia Kristel, Alain Cuny, Daniel Sarky |
| FSK: | 18 |
| Laufzeit: | ca. 94 min |
| Audio: | Deutsch: DTS-HD Master Audio 2.0
Französisch: DTS-HD Master Audio 2.0
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| Bildformat: | High Definition (1.66:1) - 1080p
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| Medien-Typ: | 1 x Blu-ray
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| Regionalcode: | B |
| Verpackung: | Blu-ray Case
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| Untertitel: |
Deutsch,
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| Extras/Ausstattung: |
- Kinotrailer
- Kapitel- / Szenenanwahl
- Animiertes Menü
- Menü mit Soundeffekten
- Dokumentation „Ein erotischer Erfolg“
- Interview mit Regisseur Just Jaeckin und Produzent Yves Rousset-Rouard
- Wendecover
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| Zusatzinfos: |
Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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Technische Daten:
Codec: MPEG-4 AVC Video
Bitrate: 35012 kbps
Auflösung: 1080p / 24 fps / 16:9 / High Profile 4.1
Der Transfer von EMMANUELLE besitzt das Bildformat 1,85:1. Die Bildqualität ist für einen 35 Jahre alten Erotikfilm wirklich exzellent. Über dem Film liegt eine klar erkennbare Kornstruktur, welche aber nicht mit Filtern behandelt wurde und daher fast durchgehend eine sehr gute Schärfe mit verblüffender Feinzeichnung ermöglicht. Besonders Tag-Aufnahmen der thailändischen Natur wirken sehr spektakulär. Konturen wurden nur minimal nachgeschärft und die Kompression arbeitet dank der extrem hohen Bitrate absolut fehlerlos. Die Farben wurden ebenfalls einer Frischzellenkur unterzogen und wirken bunt und satt wie nie zuvor, auch wenn hier wahrscheinlich digital etwas nachgeholfen wurde. Auch die Kontrastbalance schließt sich dem positiven Eindruck an und bietet eine enorme Plastizität. Da der Film mit dem Stilmittel der Überstrahlung und Kontrastübersteigerung arbeitet, erscheinen des Öfteren weiße Auren um helle Objekte, was allerdings optisch bedingt und bereits im Ausgangsmaterial enthalten ist. Der Schwarzwert ist dagegen sehr gut. Schmutz sowie analoge Defekte wurden vom Ausgangsmaterial fast vollständig entfernt, so dass der Transfer durchweg sauber daherkommt.
9 von 10 Punkten

Verfügbare Tonspuren:
Französisch: DTS-HD Master Audio / 2.0 / 48 kHz / 936 kbps / 16-bit (DTS Core: 2.0 / 48 kHz / 768 kbps / 16-bit)
Deutsch: DTS-HD Master Audio / 2.0 / 48 kHz / 1693 kbps / 16-bit (DTS Core: 2.0 / 48 kHz / 1509 kbps / 16-bit)
In Sachen Sound werden zwei DTS-HD Master Audio 2.0 (Mono)-Tracks in Deutsch und Französisch geboten. Dabei klingt das Original etwas klarer und luftiger als die Synchronisation, welche etwas muffig daherkommt. Sehr gut zu hören ist der Unterschied beim Titelsong zu Beginn. Ansonsten ist der Sound satt und unverzerrt. Die Dialoge sind in beiden Sprachfassungen problemlos zu verstehen, wenngleich auch hier die Originale etwas frischer wirken. Natürlich ist der Klang nicht sonderlich dynamisch, löst aber in der französischen Tonspur die Höhen etwas besser auf, während der Bassbereich generell nicht sonderlich intensiv genutzt wird.
5 von 10 Punkten

Untertitel gibt es in Deutsch für EMMANUELLE. Das Bonusmaterial enthält ein Interview mit Regisseur Just Jaeckin und Produzent Yves Rousset-Rouard. Dieses dauert eine halbe Stunde, in welcher die beiden von ihrer Karriere sowie der Entstehung des Films berichten, was durchaus sehr interessant ist. Die Dokumentation "Ein erotischer Erfolg" setzt mit fast einer Stunde Länge noch eins drauf, verwendet aber viel Material aus dem bereits gesehenen Interview. Zusätzlich kommen noch weitere Beteiligte von damals zu Wort, die interessante Details zu den abenteuerlichen Dreharbeiten in Thailand verraten. So gab es etwa ein Fake-Drehbuch, um eine Drehgenehmigung zu erhalten oder die Crew fröhnte halluzinogenen Genussmitteln und landete deshalb im Knast. Zum Schluss gibt es noch den Original-Kinotrailer zu EMMANUELLE zu sehen.
3 von 10 Punkten

Technisches Fazit: 6 von 10 Punkten
Mit EMMANUELLE sorgte im Jahr 1974 ein Erotikfilm an den internationalen Kinokassen für viel Wirbel. In dem Werk von Regisseur Just Jaeckin (LADY CHATTERLEY'S LIEBHABER) dreht sich alles um die junge Französin Emmanuelle (Sylvia Kristel), die glücklich mit einem Diplomaten verheiratet ist. Als sie zu ihm nach Thailand reist, langweilt sie sich bald so alleine auf dem Anwesen. Auch die dekadenten Kreise der Diplomatengattinnen, mit der sie einige Zeit verbringt, können ihrem Leben keinen Schwung verleihen. Auch ihr Mann vernachlässigt sie, so dass sie sich schnell einsam fühlt. So stürzt sich Emmanuelle in ein Liebesabenteuer mit der Archäologin Bee, die ihr eine ganz neue Welt der Liebe und Leidenschaft eröffnet...
Der Film erzählt die Geschichte eines Mädchens, das durch sexuelle Emanzipation zur reifen Frau heranreift. Das vermittelte Frauenbild in EMMANUELLE ist heute allerdings etwas fragwürdig und auch unglaubwürdig. Da kämpfen Thai-Boxer um ein Schäferstündchen mit Emmanuelle, die diese eigentlich entwürdigende Handlung sichtlich genießt, so ganz nach dem Motto: "Du bist erst eine richtige Frau, wenn du mal ordentlich rangenommen wirst". Dabei muss man klar betonen, dass es sich hier nicht um einen Hardcore-Pornofilm handelt, sondern um ein Liebesdrama mit Softporno-Elementen. Die Handlung wird mit wunderschönen Bildern von Thailand untermalt, die in HD besonders großartig zur Geltung kommen. Darstellerleistungen und Musik sind eigentlich kaum der Rede wert, interessant ist allerdings, dass Teile von Francois Truffauts Crew an EMMANUELLE beteiligt waren und Truffaut selber auch Regisseur Jaeckin sowie dem Produzenten als Berater zur Verfügung stand. Insgesamt ist EMMANUELLE auch heute noch ein durchaus sehenswerter Film, besonders die Kameraarbeit beeindruckt durch ihre Ästhetik, wenngleich das Frauenbild in diesem Werk eher naiv wirkt.
Die Blu-ray Disc von Kinowelt/Arthaus zeigt EMMANUELLE in exzellenter Bildqualität. Der Sound ist OK, die Ausstattung sehenswert.
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