Ein Quickie von Marcus Kampfert
Unsere Wertung: 
Alex und Rita haben eine alte Villa in der Provinz erstanden. Sie ahnen nicht, dass in das heruntergekommene Anwesen seit Jahrhunderten Menschen hineingehen, ohne in einem Stück wieder herauszukommen. Bald nach der Ankunft häufen sich böse Vorzeichen, gefolgt von erschreckend realistischen Halluzinationen. Dabei erfährt das junge Paar mehr über die unglücklichen Vorbesitzer, als es je wissen wollte. Denn die wahren Hausherren sind übersinnliche Kreaturen aus einer anderen Welt...
Der Covertext lässt noch auf ein nettes Horrormovie im "Haunted House"-Stil hoffen und der letzte Satz gar auf ein wenig Mystery/Sfi-Fi dazu. Doch weit gefehlt, denn in diesem, angeblich auf Motiven von H.P. Lovecraft basierenden, Streifen geht es schlichtweg um...ja was eigentlich? Wer bei diesem unsäglichen Machwerk bis zum Schluss am Ball bleibt, wird sich genau dies fragen, denn es gibt keine richtigen Antworten, nur „hyperdimensionalen Unsinn“ (im wahrsten Sinn der Worte).
Achtung Spoiler an: Zwei Zimmer in diesem Haus sollen nämlich eine Art Zeittor sein, in dem unendlich viele davon parallel existieren, was den Regisseur dazu veranlasst, ständig die anfangs in drei Epochen vorgestellten Hausbewohner wirr durcheinander zu würfeln und neben- oder miteinander agieren zu lassen. Spoiler aus!
Bis da mal Spannung und Kunstblut auftauchen, ist man allerdings wahrscheinlich längst eingeschlafen, denn das Tempo dieses Films gleicht dem einer altersschwachen Schnecke. Ganz zu schweigen vom dilletantischen Schauspiel der Darsteller und dem grausigen, mit DV-Technik aufgenommenen Amateur-Bildmaterial. Die Make-Up-Effekte sind allerdings überraschenderweise zumindest von durchschnittlicher Qualität!
Ebenso mau wie der Streifen, kommt auch die DVD daher. Das Bild ist oft unscharf und neigt bei Bewegungen zu stärkeren Nachziehern. Der magere Kontrast und grobes Rauschen rauben weitere Details. Der Surround-Ton ist zumindest in Deutsch recht dynamisch, wirkt aber aufgrund des DV-Ausgangsmaterials sehr aufgesetzt (reiner Studiomix). Extras mag man sich nach "Genuss" dieses Werkes eigentlich gar nicht mehr antun. In Form von wenigen Deleted Scenes, einer selbstlaufenden Bildergalerie, dem deutschen Filmtrailer sowie jenem zum neuesten Werk des Regisseurs (BAD BRAINS) verpasst man aber zumindest auch hier nichts, was den Filminhalt oder die Motive der Macher irgendwie erhellen würde. Videothekenramsch, den man da auch getrost stehen lassen kann! |