Ein
Review von Michael Holland

Amerika in den 1930er Jahren: Nach dem Börsencrash erschüttert die große Depression das Land; die Wirtschaft liegt brach, Millionen haben ihre Arbeit verloren. So auch Boxchampion Jim Braddock (Russell Crowe), der nach einer Serie von Verletzungen und Misserfolgen zum Aufhören gezwungen war. Um sich und seine Familie durchzubringen, schlägt er sich mit Gelegenheitsjobs durch. Dank einer zufälligen Absage darf Braddock wieder in den Ring steigen. Da passiert etwas, mit dem keiner rechnet - Braddock gewinnt. Die ganze Nation tobt. Und schon bald wird er seinem unerbittlichsten und schärfsten Gegner gegenüberstehen, Schwergewicht Max Baer, ein Boxer, der schon zwei Männer im Ring getötet hat…
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| Im Handel ab: | 12.01.2006 |
| Anbieter: |
Buena Vista Home Entertainment
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| Originaltitel: | Cinderella Man |
| Genre(s): |
Drama
Porträt / Biographie
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| Regie: | Ron Howard |
| Darsteller: | Russell Crowe, Renée Zellweger, Paul Giamatti, Craig Bierko, Paddy Considine, Bruce McGill, David Huband, Connor Price, Ariel Waller, Patrick Louis, Rosemarie DeWitt, Linda Kash, Nicholas Campbell, Gene Pyrz, Chuck Shamata, Ron Canada, Alicia Johnston, Troy Amos-Ross, Mark Simmons, Art Binkowski, David Litzinger, Matthew G. Taylor, Rance Howard, James Ritz, Fulvio Cecere, Clint Howard, Gerry Ellison, Bill Mackie, Ray Marsh, Fernand Chretien, Dave Dunbar, Ken James, Rufus Crawford, Angelo Dundee, Lou Eisen, Wayne Gordon, Wayne Flemming, Nick Alachiotis, Christopher D. Amos, Nick Carusi, Keith Murphy, Everton McEwan, John Kalbhenn, David Georgieff, Wayne Bourque, Paul Ryan, Sean Gilroy, Michael McNamara, Billy Wine, Richard Sutton, Michael Chin, Stewart Lunn, Richard Lewis, Peter Wylie, Thomasz Kurzydlowski, Stuart Clark, Julian Lewis, Eric Fink, Sergio Di Zio, Gavin Grazer, Boyd Banks, Daniel Kash, Judah Katz, Angelo Tsarouchas, Robert N. Smith, Craig Warnock, Aaron Abrams, Duff MacDonald, Andrew Stelmack, Christopher Crumb, Gerry Quigley, Peter MacNeill, Darrin Brown, John Healy, Peter Didiano, James Kirchner, Mike Langlois, Magdalena Alexander, Nola Augustson, Gino Marrocco, Mark Taylor, Sharron Matthews, Alec Stockwell, Chick Roberts, Isabella Fink, Beau Starr, Philip Craig, Roman Podhora, R.D. Reid, Michael Dyson, Sam Malkin, Tony Munch, Conrad Bergschneider, Richard Binsley, Ramona Pringle, Katrina Matthews Swain, Cooper Bracken, Jacob Bracken, Alon Nashman, Dominic Cuzzocrea, Neil Foster, Brian Jagersky, Ray Kerr, Tim Eddis, Dave Arkell, Debra Sherman, Joanne Ritcey, Alex Cairns, George Duff, Tim Burd, Krysta Carter, Gary Clayderburg, James Donohue, Amy Lomasney, Kennedy McGuckian, Liam McGuckian, Michael C. Newsome, Andrew Priestman, Banjamin Rage, Riley Raymer, Jake Richards, Nick Smith, Michael Stevens, Egidio Tari, Nancy E.L. Ward |
| FSK: | 12 |
| Laufzeit: | ca. 139 min |
| Audio: | Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
Türkisch: Dolby Digital 5.1
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| Bildformat: | 16:9 (2.35:1) anamorph
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| Medien-Typ: | 1 x DVD-9
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| Regionalcode: | 2 |
| Verpackung: | Amaray Case
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| Untertitel: |
Englische Untertitel für Hörgeschädigte, Deutsch, Englisch, Türkisch, Italienisch, Französisch, Spanisch, Arabisch,
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| Extras/Ausstattung: |
- Kapitel- / Szenenanwahl
- Animiertes Menü
- Menü mit Soundeffekten
- Zusätzliche Szenen mit Einführung und optionalem Audio-Kommentar von Regisseur Ron Howard
- Am echten Boxring: Ein Rückblick der Filmemacher auf den historischen Kampf zwischen Jim Braddock und Max Baer
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| Zusatzinfos: |
Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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Obwohl das reichlich grobkörnig ausschauende Hauptmenü Zweifel aufkommen lässt, verfliegt jede böse Vorahnung nach Start des Films. Am Bild gibt es nämlich fast nichts zu bemängeln: Die warmen, mit deutlichem Sepia-Einschlag versehenen Farben beschwören eine nostalgisch-anheimelnde Stimmung herauf, auch wenn man zur Zeit der Handlung wohl eher deprimiert durchs Leben ging. Na ja, wir werten das einfach als Hollywood-Verklärung. Obwohl sehr viele Szenen im (Halb-)Dunkel spielen, leistet der Kontrast großartige Arbeit und gewährt Einzelheiten nahezu immer genügend Spielraum zur Entfaltung (als Beispiel sei bei 0:16:08 die Kleidung der Frau im Schatten rechts genannt). Dieses wunderbare Ergebnis unterstützt eine tolle Schärfe, welche selbst auf längere Distanzen Details noch gut herausstellt und Kanten generell klar abbildet. Nur manchmal geht sie leicht in die Knie, vor allem während actionreicherer Sequenzen. Allerdings kann man trotzdem nicht von einem echten Makel sprechen.
Quasi hervorragend ist außerdem das Rauschverhalten: Grieseln tritt bloß sehr selten und dann dezent auf. Gleiches gilt - ungeachtet der nur durchschnittlichen Videobitrate - für etwaige Kompressionsprobleme (gelindes Aliasing mal ausgenommen), Verschmutzungen oder Beschädigungen. Wer unbedingt nach Fehlern suchen möchte, wird den Schwarzwert kritisieren, da er teils ziemlich hell wirkt beziehungsweise als Folge der allgemeinen Farbgebung deutlich zum Braunen tendiert, ebenso oft aber auch etwas zu sehr dominiert. Zudem neigt das Bild manchmal dazu, furchtsam zu zittern. Dezente Doppelkonturen bleiben gleichfalls nicht völlig aus, was auf Edge Enhancement schließen lässt. Doch insgesamt betrachtet fallen alle diese Nachteile nie schwerwiegend ins Gewicht, weshalb am Ende noch gute acht Punkte bleiben.
8 von 10 Punkten

Geboten wird hier Dolby Digital 5.1-Sound, welcher sich aber über weite Strecken ausschließlich auf die Front konzentriert, da wir es grundsätzlich mit einem Drama zu tun haben. Entsprechend hört man meist lediglich überzeugend aus dem Center erschallende, jederzeit wunderbar verständliche Stimmen. Selbst manchmal auftretende kleinere Effekte, zum Beispiel eine sich schließende Fahrstuhltür oder das Klirren zerbrechenden Glases, bleiben auf die vorderen Lautsprecher beschränkt, bieten allerdings überzeugende stereotonale Ausprägung. Bei Score-Einsprengseln bekommen dann endlich alle Boxen etwas zu tun; der daraus resultierende Raumklang weiß zu gefallen.
Richtig Power zeigen aber trotzdem lediglich die Kämpfe, vor allem der finale Fight. Hier johlt das Publikum, wird zur nächsten Runde geläutet, dreschen die Gegner akustisch kraftvoll aufeinander ein. Man fühlt sich mittendrin - eine wunderbare Sequenz. Beide Tracks (Deutsch und Englisch) unterscheiden sich letztlich tatsächlich nur bezüglich der Sprache, da sogar Dialoge im synchronisierten Fall zwar etwas steril, aber überraschenderweise niemals aufgesetzt klingen. Abschließend steht noch eine türkische Spur zur Wahl, welche auf die Wertung allerdings keinen Einfluss besitzt, da sie nicht geprüft wurde.
Summa summarum überzeugend, bleibt der Sound leider unter seinen - ungeachtet der Genrebeschränkungen - durchaus vorhandenen Möglichkeiten. Dafür gibt es sichere...
6 von 10 Punkten

Die in den USA erschienene DVD enthält ein nettes Bündel Extras, unter anderem mehrere Audiokommentare und einige Featurettes. Zusätzlich kann der amerikanische Fan eine Collector's Edition mit vielen weiteren Specials erwerben. Wir Deutschen müssen uns allerdings mit einer extrem abgespeckten Variante begnügen: Zunächst bietet die animierte sowie soundunterlegte Hauptauswahl zwar passende Übergänge zu den Untermenüs; diese bleiben jedoch stumm und starr. Ansonsten stehen neben einer Audio-Einführung von Regisseur Ron Howard (1:20) sechs geschnittene Szenen (zusammen knapp 21 Minuten) minderer technischer Qualität zur Ansicht bereit. Inhaltlich bergen sie ebenfalls keinen großartigen Gewinn für den Zuschauer, weil es sich meist lediglich um wenig erhellende Plot-Erweiterungen handelt. Nur das Fehlen von "Ben zieht die Waffe" ist schon irgendwie schade. Alternativ dürfen wir uns mittels Howards Kommentar erklären lassen, wieso man auf die entsprechende Sequenz verzichtete. Über Altbekanntes wie "Tempogründe" oder "zu dramatisch" kommen seine kurzen Hinweise indes kaum heraus. Interessant allerdings, dass er einmal sagt: "Es ist auch nicht belegt, ob Jim Braddock so etwas je miterlebt hat" - ein Pochen auf Authentizität, welches bei Max Baers Figur urplötzlich total flöten ging (mehr dazu im Fazit)...
Anschließend zeigt "Am echten Boxring" (9:10) Originalaufnahmen des Kampfes zwischen Braddock und Baer, begleitet von Gesprächsfetzen, in denen Howard sich mit Schriftsteller/Boxfan Norman Mailer unterhält. Nicht uninteressant, aber viel zu kurz. Die genannten Specials bieten durchweg optionale deutsche oder türkische Untertitel, im Hauptfilm stehen diesbezüglich noch einige andere Varianten bereit (siehe obiges Datenblatt).
Okay, natürlich blieb DAS COMEBACK beim hiesigen Kinoeinsatz unter den hoch angesetzten Erwartungen. Aber eine derart magere Ausstattung trägt sicher kaum dazu bei, die DVD zum Verkaufsschlager avancieren zu lassen...
2 von 10 Punkten

Ron Howard und Russell Crowe sind so etwas wie das Dream Team Hollywoods. Obwohl A BEAUTIFUL MIND beileibe nicht auf ungeteilt positives Echo bei Kritik und Publikum stieß ("zu überzuckert, zu verlogen"), heimste das Werk Oscars(R) im großen Stil ein. Was lag da näher, als nach "Never change a winning Team"-Manier erneut ein Biopic auf die Füße zu stellen?! Am Ende stand also DAS COMEBACK.
Es ist eigentlich unwesentlich, dass diese Geschichte auf wahren Ereignissen beruht. Auch den Boxfilm erfindet unser heutiger Review-Gegenstand nicht neu, möchte das zum Glück allerdings auch nie. Zu übermächtig stehen fulminante Vertreter à la WIE EIN WILDER STIER im cineastischen Raum, um die eingestreuten Kämpfe irgendwie revolutionär oder progressiv wirken zu lassen. Vielmehr konzentriert sich Howard auf die historischen Hinter- und Abgründe zur Zeit der Weltwirtschaftskrise. 15 Millionen Arbeitslose allein in Amerika, Hunger, Elend. Allerdings bleibt diesbezüglich ein zwiespältiger Eindruck. Einerseits wird der verzweifelte Zusammenhalt innerhalb Jim Braddocks Familie so sensibel wie überzeugend dargestellt, kommen seine Liebe zu Frau und Kind oder die Sorge um ihr Wohlergehen treffend zur Geltung, zumal Crowe den Part bis zur letzten Facette ausfüllt. Andererseits erscheint Braddock immer zu sehr als Lichtgestalt ohne Ecken und Kanten - man rutscht sozusagen von ihm ab. Selbst beim Betteln umgibt den per se gebrochenen Charakter stets eine heldenhafte Aura, sogar durch seinen tiefsten privaten Sumpf watet er aufrecht, edel und prinzipienfest.
Erschwerend gesellt sich hinzu, wie wenig Wert das Skript auf Renée Zellweger als Gattin Mae legt. Anstatt zur Handlung beizutragen, darf Miss Zellweger - eigentlich eine hervorragende Darstellerin - bloß wahlweise erschrocken, treuherzig, besorgt oder traurig gucken. Sie erledigt diese zweifelhafte Aufgabe zwar bravourös, bleibt aber deutlich unterfordert, was die Ensemble-Gesamtleistung schmälert. Auch das oftmals reichlich kalkuliert wirkende Aufkommen an Gefühlen verwehrt dem Zuschauer einen wirklichen Bezug zum Geschehen. Zum Beispiel stirbt ungefähr mittig ein Nebencharakter, welcher allerdings ziemlich bedeutungsvoll für Braddock war. Anstatt ihre Beziehung nochmals herauszuarbeiten, um sie zur Figurendefinition zu nutzen, geht der Film sekundenschnell darüber hinweg - wofür war dann dieser Tod gut? Wir wussten bereits, dass sehr viele Menschen die Weltwirtschaftskrise nicht überlebt haben... Außerdem sorgt die bei Howard quasi zu erwartende Überlänge von lockeren 139 Minuten für manchen Leerlauf, da es dem COMEBACK eben an Substanz fehlt. Hübsche Bilder und ein großartiger Soundtrack können solche Lücken bloß unzureichend kaschieren.
Okay, am Ende erwartet das Publikum ein grandios inszenierter Fight - allerdings hält sich dessen Spannungspotenzial in Grenzen. Man weiß ja schließlich aus der Geschichte, wer gewinnt. So bleibt zwar ohne Zweifel ein auf lange Hand sorgfältig vorbereiteter Höhepunkt, welcher seinen Namen verdient. Dennoch: Nachdem man den Silberling zurück ins Amaray gelegt hat, ist DAS COMEBACK schon wieder so gut wie vergessen. Was vermutlich als Mix aus spannendem Biopic und Aufarbeitung eines dunklen geschichtlichen Kapitels gelten möchte, bleibt gefällige, manchmal recht langatmige Unterhaltung mit Gutmenschen-Krone. Um des puren Effektes willen verbiegt sie sogar Fakten hin zum Dramatischen. So ergibt eine simple Recherche, dass Max Baer keineswegs das hier porträtierte, Gegner quasi am Fließband mordende Monstrum war. Vielmehr tötete er 1930 tatsächlich Frankie Campbell, überlegte danach aber ernsthaft, das Boxen aufzugeben und hatte nach eigener Aussage "ein Leben lang Albträume" wegen des furchtbaren Unfalls. Mittels hoher finanzieller Zuwendungen unterstützte Baer darüber hinaus Campbells Familie, um wenigstens ansatzweise seine (moralische) Schuld zu tilgen. Aber na ja, wen interessiert derartiges schon in Hollywood, wenn Braddock, der strahlende Held, noch ein wenig mehr glorifiziert werden kann...
Insgesamt ebenso enttäuschend präsentiert sich leider die deutsche DVD, welche zwar ein tolles Bild und ordentlichen Sound aufweist, bei den Extras aber kläglich versagt - was umso bedauerlicher ist, da diese praktisch haufenweise existieren.
Subjektive Filmwertung: 5 von 10 Schlägen mitten ins Gesicht
6 von 10 Punkten
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