Ein Quickie von Fabian Sell
Unsere Wertung: 
„First Descent” ist der Insider-Ausdruck für die erste Abfahrt von einem jungfräulichen, noch nie befahrenen Gipfel. Der Film FIRST DESCENT ist sowohl ein Rückblick auf die Geschichte als auch ein Blick auf das aktuelle Phänomen – von der Entstehung des vom Surfen und Skateboarden inspirierten Snowboardens als Alternative zum Skifahren bis zur Olympischen Disziplin von heute.
Unter Verwendung von Archiv-Material aus den Anfängen bis zum Einsatz modernster Luftaufnahme-Techniken, um nie gesehene Bilder spektakulärer Abfahrten einzufangen, nimmt der Film die Zuschauer mit auf die Reise, wenn Snowboarder sich von den höchsten Gipfeln in von Lawinen bedrohte Abfahrten hinabstürzen. Abfahrten, die dafür definitiv nie gedacht waren.
Fünf der kreativsten und einflussreichsten Snowboarder der Welt erkunden während eines dreiwöchigen Aufenthalts in Alaska ein Gebiet, das zu den härtesten und herausforderndsten der Welt zählt.
Sie haben aus unterschiedlichen Gründen mitgemacht: Nick Perata und Shawn Farmer, Snowboarder der ersten Stunde, um zu sehen, ob sie es noch drauf haben, Terje Haakonsen, um seinen Erfolgen beim Big Mountain Riding weitere Triumphe hinzuzufügen, und die jungen Olympiasieger Shaun White und Hannah Teter, um zum ersten Mal überhaupt die ungezähmten Berge für sich zu erobern.
Es handelt sich bei FIRST DESCENT um eine beeindruckende und sehr umfassende Dokumentation über die Revolution des Snowboardens. Zudem ist sie die einzige ihrer Art. Die Technik der DVD-Veröffentlichtung durch Sunfilm Entertainment lässt sich insgesamt als gut bezeichnen. Das Bild offeriert erstklassige Kontrast- sowie Farbwerte und eine gute Kompression, dessen einziges Manko der Rezensent in dem geringen Blockrauschen sieht. Schärfetechnisch werden indes „nur“ gute Werte erreicht, was möglicherweise mit offenbar eingesetzten Filtern zusammenhängt. Das tonale Potential nutzt die deutsche DD 5.1-Tonspur wirklich super aus. Klanglich ist diese ebenso sauber wie klar und vermag zudem von den gegebenen, räumlichen Möglichkeiten meist sehr bedacht Gebrauch zu machen. Der englische Originaltrack hingegen ist jedoch nicht zu empfehlen, da dieser unter einer sehr starken Dumpfheit leidet.
Das Bonusmaterial bietet mit Ak and beyond, Big mountain riding / safety first, Top of the world - Die Arbeit mit der Webcam, Deleted Scences und A thousand words ein kleines Bündel unterhaltender sowie sehr informativer Extras. Wer möchte, darf überdies auf typische Werbefeatures wie die Trailershow, den Originalkinotrailer oder einen kurzen Ausschnitt von der Air & Style Munich '06 zugreifen. |