Ein
Review von Carlito Brigante

'Iluminados por el fuego' aus dem Jahre 2005 zeigt den Falkland/ Malvinenkrieg aus einer argentinischen Sicht. Er erzählt die Geschichte dreier Wehrpflichtigen, die in diesen Krieg geraten, dort der Kälte und Willkür ausgeliefert sind und nie mehr aus der Geschichte herauskommen.
Eine Anklage gegen den Krieg ohne Helden und zugespitzt in den Folgen nach dem Krieg, die zum Selbstmord vieler damals Wehrpflichtiger geführt hat. Ein Krieg, der niemals gewonnen werden konnte, um eine einsame Insel, die die Argentinier bis heute als die Ihrige ansehen.
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| Im Handel ab: | 30.09.2008 |
| Anbieter: |
WVG Medien GmbH
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| Originaltitel: | Iluminados por el fuego |
| Genre(s): |
Kriegsfilm
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| Regie: | Tristán Bauer |
| Darsteller: | César Albarracín, José Luis Alfonzo, Arturo Bonin |
| FSK: | 12 |
| Laufzeit: | ca. 101 min |
| Audio: | Spanisch: Dolby Digital 2.0
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| Bildformat: | 16:9 anamorph
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| Medien-Typ: | 1 x DVD-9
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| Regionalcode: | 2 |
| Verpackung: | Amaray Case
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| Untertitel: |
Deutsch,
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| Extras/Ausstattung: |
- Kinotrailer
- Trailer von anderen Filmen
- Biographien Crew
- Kapitel- / Szenenanwahl
- Animiertes Menü
- Menü mit Soundeffekten
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| Zusatzinfos: |
Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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Der Film wurde scheinbar auf Video gedreht. Die Schärfe könnte deutlich besser sein, wirkt der Film doch reichlich weich. Der Kontras ist steil, so dass helle Szenen zum Überstrahlen neigen. Die Farben wurden bearbeitet und sehen gewollt blass und ausgewaschen aus. Die Kompression macht durch deutliches Hintergrundrauschen auf sich aufmerksam.
6 von 10 Punkten

Es gibt nur die originale spanische Tonspur in DD 2.0 mit optionalen Untertiteln. Der Ton ist ebenso unspektakulär wie solide. Es gibt keine offensichtlichen Mängel oder Auffälligkeiten. Da der Film vorwiegend ruhig und zurückhaltend daherkommt, ist auch der Sound entsprechend kleiner angelegt.
7 von 10 Punkten

Einziges Extra ist eine sehr kurze Bio- und Filmographie des Regisseurs Tristán Bauer. Wenigstens gibt es in der Innenseite des Amaray-Covers noch einige gedruckte Statements des Regisseurs zum Film.
1 von 10 Punkten

Technisches Fazit: 6 von 10 Punkten
Nicht viele werden sich an den Falklandkrieg von 1982 erinnern, in dem Großbritannien gegen Argentinien einen kurzen aber heftigen Krieg um die Malwinen vor der Küste Argentiniens führte. Das Thema ist ein argentinisches Trauma, haben sie doch nicht nur den Krieg verloren, sondern es wurden auch wie so oft die Soldaten dieses Krieges vergessen und schlecht behandelt. Sie wurden nach dem Krieg versteckt, es gab keinen angemessenen Empfang und sie wurden in jeglicher Hinsicht vernachlässigt. Man kümmerte sich nicht um die traumatisierten Veteranen, die keine Helden waren wie man sich sie gewünscht hatte. ILUMINADOS POR EL FUEGO (Originaltitel, Argentinien, 2005) handelt von genau diesem Krieg und dem daraus resultierenden Tabu in der Gesellschaft. Regisseur Tristán Bauer zeigt in seinem Film einige grundlegende Wahrheiten und legt dabei die Finger in die Wunde. Er zeigt einen schlechtgeführten Krieg, in dem die Soldaten schlecht ausgerüstet wurden, ohne genug zu Essen und zu Trinken und ohne entsprechende Kleidung in der Kälte ausharren mussten. Die Soldaten wurden misshandelt, erniedrigt und auch sonst waren sie eher die typischen Schachfiguren in einem großen Spiel. Was der Film vernachlässigt, ist die politische Komponente. Der Krieg war auch Ergebnis einer forcierten nationalistischen Politik des quasi faschistischen Militärregimes in Argentinien, bevor es knapp ein Jahr später abgewählt wurde. Diese Niederlage im Krieg hat sicher mit dem Untergang dieser Junta zu tun und beschleunigte ihn. Aber auch nachfolgende demokratische Regierungen schwiegen zu diesem diffizilen Thema und setzten die Politik des Verschweigens fort. VOM FEUER ERLEUCHTET ist ein weiterer Kriegsfilm, der die Schäden auch weit nach dem Kriegsende vorführt. Das preisgekrönte Werk zeigt anschaulich die Auswirkungen des Konfliktes und ist eine künstlerische Aufarbeitung eines nationalen Problems.
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