Ein
Review von Carlito Brigante

Geboren halb als Mensch, halb als Vampir wandelt die junge Saya (Gianna Jun) seit Jahrhunderten rastlos auf der Erde umher. Stets getrieben vom unstillbaren Durst nach menschlichem Blut und der Gier, sich an ihrer eigenen untoten Rasse zu rächen und diese für immer zu vernichten. Als das Schicksal Saya eines Tages auf die Spur schrecklicher Todesfälle mit zahlreichen menschlichen Opfern führt ist schnell klar, was hier am Werk war. Grausame Dämonen und todbringende Vampire unter Führung von Sayas Erzfeindin „Onigen“ (Koyuki) sind für die abscheulichen Massaker verantwortlich. Bewaffnet mit ihrem Schwert und unglaublichem Kampfgeschick nimmt die zu allem entschlossene Vampirjägerin die Spur der mordenden Bestien auf. Nach und nach und mit gnadenloser Härte bringt Saya ihre verhassten, Widersacher zur Strecke. Bis sie schließlich ihrem mächtigsten Gegner - der Fürstin der Vampire - im alles entscheidenden Showdown gegenübersteht... |

|

| Im Handel ab: | 19.11.2009 |
| Anbieter: |
Paramount Home Entertainment
/ Highlight Video
|
| Genre(s): |
Horror
Action
|
| Regie: | Chris Nahon |
| FSK: | 18 |
| Laufzeit: | ca. 84 min |
| Audio: | Deutsch: DTS 5.1
Deutsch: Dolby Digital 5.1
|
| Bildformat: | 16:9 (1.78:1) anamorph
|
| Medien-Typ: | 1 x DVD-9
|
| Regionalcode: | 2 |
| Verpackung: | Amaray Case
|
| Untertitel: |
Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte,
|
| Extras/Ausstattung: |
- Kapitel- / Szenenanwahl
- Making Of
- Animiertes Menü
- Menü mit Soundeffekten
- Video-Clip (ca. 2 Min.)
- Darsteller-Infos
|
| Zusatzinfos: |
Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
|
|
|

Der Film liegt leider nur in einem falschen Bildformat vor. Statt 2,35: 1 wird er nur in 1,78:1 präsentiert, das aber zumindest anamorph. Auch sonst ist einiges verbesserungsfähig. Die Schärfe ist nur suboptimal. Das Bild wirkt zu oft ein bisschen zu weich. Die Farben wurden massiv nachbearbeitet und sind in aller Regel kräftig und strahlen sogar überbetont. Der Kontrast ist auch gut. Er wurde ebenfalls als Stilmittel bearbeitet und bietet mal steile und mal eher niedrige Werte. Der Schwarzwert könnte aber manchmal noch ein klein wenig satter sein. Es gibt ein leichtes Rauschen, aber richtig ärgerlich ist nur die mangelhafte Kompression, die sich immer wieder durch Blockrauschen bemerkbar macht.
7 von 10 Punkten

Die beiden Tonspuren, Deutsch und Englisch, liegen in Dolby Digital 5.1 vor. Zusätzlich gibt es eine deutsche DTS-Tonspur. Die deutsche DD 5.1-Spur überzeugt mit einem kräftigen und dynamischen Sound, der ausgezeichnet auf alle Boxen verteilt wurde. So gibt es einen guten Raumklang zu hören, der wunderbar dröhnt. Die DTS-Spur ist darüber hinaus noch einmal einen Tick besser. Sie wirkt noch druckvoller und pompöser. Die englische OF ist dagegen hier mal der Verlierer. Die Spur klingt im direkten Vergleich deutlich kraftloser und flacher. Es gibt durchgängige optionale deutsche Untertitel. Optionale englische UT gibt es nur für die japanischen Passagen.
9 von 10 Punkten

Die wenigen Extras bestehen lediglich aus einem Making of (ca. 37 min), einem Trailer und sechs Darstellerinfos in Form von Texttafeln. Insgesamt hätte man sich da also mehr gewünscht.
3 von 10 Punkten

Technisches Fazit: 8 von 10 Punkten
BLOOD - THE LAST VAMPIRE (HK, Frankreich, Japan, 2009) ist die Realverfilmung des gleichnamigen Animes (Japan, 2000) von Hiroyuki Kitakubo. Zunächst muss gesagt sein, der Titel ist beknackt. Es geht nicht um Blut, es geht nicht um Vampire und niemand ist von irgendwas der, die oder das Letzte.
Regisseur Chris Nahon (KISS OF THE DRAGON, DAS IMPERIUM DER WÖLFE), sonst bisher positiv aufgefallen, hat sich mit diesem Film keinen Gefallen getan. Die Story ist wie so oft bei diesen Filmen Nebensache und nur Alibi-Aufhänger für einige schicke Fights. Action-Director und Fight-Choreograph ist Corey Yuen. Die Kämpfe sind deshalb wie gewohnt weitgehend schön anzusehen, wurden aber ein wenig zu sehr zerhackt. Dazu wurde der ursprüngliche Plot verwestlicht und den Sehgewohnheiten der westlichen Hemisphäre angepasst. Bleibt zu sagen, dass die Geschichte mehr als dünn ist und niemanden hinter dem Ofen hervorlockt. Die Darsteller wirken eigentlich fast alle unterfordert bzw. austauschbar. So eine Anhäufung von blassen Schauspielern gibt es selten. Dazu müssen diese platte, bedeutungsschwangere Dialoge aufsagen, die auf Dauer unfreiwillig lustig sind.
So richtig originell ist also an diesem Werk wenig bis gar nichts. Manche Szenen scheinen sogar 1:1 aus „300“ (Schwertkampf mit Tempo-Wechseln) oder UNDERWORLD: EVOLUTION (Angriff des fliegenden Monsters auf der Straße) geklaut worden zu sein.
Ist er wenigstens blutig? Ja, ist er. Sehr sogar. Aber ausnahmslos alle Blutfontänen wurden per Computer eingefügt. Und diese CGI-Effekte wirken ein wenig befremdlich. Zwar können sie, konsequent eingesetzt, einen ganz eigenen Stil, eine eigene Ästhetik haben, doch die müsste dann auch in den Kontext passen. Hier wirken sie unglücklicherweise ein wenig lächerlich und billig. Vermutlich liegt es am kleinen Budget (geschätzte 30 Mill. Dollar, laut Imdb), denn auch die anderen visuellen Effekte sind nämlich nicht gerade überzeugend geworden.
BLOOD – THE LAST VAMPIRE krankt an einer armseligen Story und einer unausgegorenen Umsetzung. Man bekommt dafür schnell geschnittene Action-Szenen in schöner Optik, mehr aber auch nicht. Schlimmer noch. Es ist nicht nur „Style over Substance“, sondern sogar „Style statt Substance“. Düster ist der Film nicht, weil er stets in farbenfrohes Licht getaucht ist, was dem Streifen einen ganz besonderen Look gibt und mehr an Tony Scott-Filme und nicht mehr an die früheren Chris Nahon-Werke erinnert. Aber aus diesem Stoff hätte man viel mehr machen können und müssen. So wird dieser Schnellschuss wohl bald in Vergessenheit geraten.
ANMERKUNG: Die japanische DVD enthält eine ca. 2 Minuten längere Fassung des Filmes, in der mindestens zwei weiteren Kampfszenen zu sehen sind (Eine längere Straßenkampfszene und der Fight gegen die beiden Schwarzen mit der Afro-Frisur. Die Dreharbeiten dazu sind im Making of zu sehen).
| Und das meinen unsere Kollegen... |
 Fazit: 3/5 |
Blood: The Last Vampire liegt leider in 1,78:1 statt in 2,35:1 vor. Wen das nicht stört, dem wird eine abgesehen davon recht gute Bild- und Tonqualität geboten. Das Bonusmaterial ist enttäuschend und es gibt kein Wendecover.
[...] Review lesen
|
|