Ein
Review von Carlito Brigante

Die beiden Schwestern Megan und Abby Graves sind unzertrennlich, sexy und völlig süchtig nach Comics und Kultfilmen. Um Megan nach der Highschool würdig ins Berufsleben zu entlassen, begeben sich die beiden Grave-Schwestern auf einen heißen Roadtrip durch Arizona, bei dem sie sich einfach in ein Abenteuer stürzen wollen. Als sie in eine alte Minenstadt kommen, scheint sich ihr Ziel zu erfüllen, denn in Skull City ist wahrlich die Hölle los: Untote Mörder, geisteskranke Mutanten und brutale Wahnsinnige sind noch das Netteste, was diese Stadt zu bieten hat. Als Megan schwer verwundet wird, muss Abby handeln, um ihre Schwester zu retten. Doch dazu muss sie sich allein dem höllischen Wahnsinn von Skull City und seinen mörderischen Einwohnern stellen. |

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| Im Handel ab: | 26.03.2010 |
| Anbieter: |
WVG Medien GmbH
/ Splendid Entertainment
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| Originaltitel: | The Graves |
| Genre(s): |
Horror
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| Regie: | Brian Pulido |
| Darsteller: | Bill Moseley, Tony Todd, Jillian Murray, Amanda Wyss, Clare Grant |
| FSK: | 18 |
| Laufzeit: | ca. 84 min |
| Audio: | Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
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| Bildformat: | 16:9 (1.85:1) anamorph
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| Medien-Typ: | 2 x DVD-9
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| Regionalcode: | 2 |
| Verpackung: | Star Metalpak
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| Untertitel: |
Keine Untertitel
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| Extras/Ausstattung: |
- Kapitel- / Szenenanwahl
- Animiertes Menü
- Menü mit Soundeffekten
- Interviews
- Behind the Scenes
- Audiokommentare von Brian Pulido/Adam Goldfine/Francisca Pulido und Ronalds Brothers Prod.
- Spot the gnome
- Tattoo Video
- Auditions
- Calabrese Music Video
- Sonderverpackung OHNE FSK-Logo
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| Zusatzinfos: |
Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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Der Film wird in seinem originalen Bildformat von 1,78:1 (anamorph) präsentiert. Der digital gedrehte Film (mit einer Red One) weist ein gutes Gesamtbild auf. Das Bild ist weitgehend scharf und detailreich, aber keine Offenbarung. Großaufnahmen sehen sehr gut aus, Totalen dagegen schon mal ein wenig weich. Die Farben wurden ein wenig zurückgenommen und sehen deshalb bewusst ein bisschen blasser aus. Der Kontrast ist recht steil, so dass helle Flächen wiederholt zum überstrahlen neigen. Es gibt ein nur dezentes Bildrauschen und auch die Kompression bleibt unauffällig.
8 von 10 Punkten

Die beiden Tonspuren, Deutsch und Englisch, liegen in Dolby Digital 5.1 vor. Die Abmischung ist bei beiden Fassungen ähnlich und damit gleich enttäuschend. Die zwei sind nämlich überaus frontlastig. Aus den hinteren Boxen kommen nur leise Impulse, die nie zu einem angemessenem Raumklang beitragen können. Alles was von vorne kommt, klingt zwar solide und dynamisch, es bleibt aber bei einem flachen Eindruck. Auch der Subwoofer bekommt viel zu wenig zu tun. Die englische OF klingt dabei wie so oft besser und natürlicher, als die eher kostengünstige und sterile deutsche Synchro. Es gibt keinerlei Untertitel.
7 von 10 Punkten

Die zur Rezension vorliegende limitierte Auflage im Star MetalPak enthält die 2 DVD Special Edition mit zahlreichen Extras:
Auf DVD 1 befinden sich ganze drei(!) Audiokommentare:
1) Audiokommentar von Regisseur Brian Pulido
2) Audiokommentar von Director of Photography Adam Goldfine und Producer/Production Designer Francisca Pulido
3) Audiokommentar von den beiden Produzenten der Ronalds Brother Productions
Alle drei AKs liegen leider nur in Englisch ohne Untertitel vor. Dazu gibt es noch eine Behind the Scenes-Featurette (ca. 21 min) und einen Trailer.
Auf DVD 2 befinden sich: Spot the Gnome (ca. 1 min), Tattoo Video (ca. 6 min), Auditions, ebenso Casting-Aufnahmen (ca. 5 min) und ein Calabrese Music Video (ca. 3 min). Dazu gibt es noch In the Raw (ca. 32 min), das laut Vorspann aber „The Graves – Behind the Screams“ heißt und so eine Art Making of ist. Hier gibt es neben Filmausschnitten und Bildern vom Dreh, Interviews mit Brian Pulido, Tony Todd, Bill Moseley, Adam Goldfine, den Produzenten und anderen am Film beteiligten. Die Extras liegen alle nur in Englisch ohne jegliche Untertitel vor.
7 von 10 Punkten

Technisches Fazit: 7 von 10 Punkten
THE GRAVES (USA; 2010) ist das Spielfilmdebüt von Regisseur Brian Pulido, der vorher eher als Comic-Autor von Werken wie "Lady Death" und "Evil Ernie“ bekannt war. Mit diesem Film erfüllte er sich einen Traum und setzte ihn in Personalunion als Autor, Produzent und Regisseur um. Bei soviel Einfluss und Ambitionen hätte eigentlich was Großes oder Bemerkenswertes herauskommen müssen, doch das Ergebnis ist eine blanke Enttäuschung. Vielleicht liegt es daran, dass Pulido eben kein echter Regisseur ist und er lieber bei seinen Comics hätte bleiben sollen.
Die Story ist irgendwo zwischen Backwood-Slasher, Torture-Porn und Dämonen-Mystery angesiedelt. Zu Beginn gibt es eine lange Exposition, in der nichts Aufregendes passiert. Der Film braucht so zu lange um in Fahrt zu kommen und wenn er dann ein wenig in Fahrt gerät, passiert auch nicht viel mehr. Die Geschichte ist praktisch altbekannt und aus Klischees zusammengeklebt. Neues gibt es hier jedenfalls nicht zu sehen. So ganz stringent ist die Alibi-Handlung auch nicht, so dass der Film oft wie eine Aneinanderreihung von zu vielen Ideen, ohne Sinn für Ordnung, wirkt. Es wird sehr viel gerannt und die vielen Verfolgungsjagden sind auf Dauer einfach ermüdend. Dazu kommt das in jeder Hinsicht schwache Finale.
Den Mangel an Inhalt könnte man ja mit jeder Menge Blut füllen, doch auch hier fällt THE GRAVES durch. Es fließt kaum Blut und wenn überhaupt, dann stammt es aus dem Computer. Die meisten Morde geschehen Off-Screen und so gestaltet sich das ganze Werk reichlich blutarm. Auch die Darsteller können nichts reißen. Bill Moseley und Tony Todd werden unter Wert verkauft, die beiden Mädels sind schauspielerisch drittklassig, da helfen auch kein gutes Aussehen und tiefe Ausschnitte, abgesehen davon bleibt der Film in der Hinsicht sowieso prüde.
Wer bis jetzt irgendwelche Erwartungen hatte, sollte sie lieber weit absenken oder ganz darauf verzichten. Der Film hat null Spannung, null Atmosphäre und so ziemlich null Unterhaltungswert, denn der unausgegorene, bunte Genre-Mix entpuppt sich schnell als letztendlich ziemlich langweilig. THE GRAVES ist einfach kein guter Film. Obwohl sicher mit Liebe und Herzblut gemacht, ist er für Außenstehende nur ein weiteres belangloses Werk, der einem die Zeit stiehlt. Trotzdem wird ein Sequel kommen: THE GRAVES 2: RETURN TO SKULL CITY.
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