Noch immer versucht die 13jährige Lain, das Rätsel um die mysteriöse Email zu lösen. Sie dringt dabei immer tiefer in die Netz-Welt, „die Wired“, ein und bald scheint es die Grenze zwischen Realer- und Computerwelt nicht mehr zu geben. Auf ihrer Suche nach der Wahrheit muss sie sich immer existenzielleren Fragen stellen, denn es ist für sie nun nicht einmal mehr klar, ob man überhaupt einen Körper braucht, um zu existieren. Die Frage ob ihrer Existenz wird noch prekärer, als sie herausfindet, dass eine Art Doppelgängerin im Netz geheime Informationen verbreitet. Doch ist diese geheimnisvolle Abbildung ihrer selbst die wahre Lain und ihr eigenes Leben nur eine Illusion?
Langsam beginnen ihre Freunde, sich von ihr zu distanzieren und selbst ihre Familie bricht auseinander. Doch immer noch sind Lain’s Fragen nicht beantwortet und auf der Suche nach ihnen trifft sie in der „Wired“ auf einen Mann, der behauptet Gott zu sein. Hat sie ihr Ziel nun erreicht, kann er ihr alle Antworten auf die vielen Fragen liefern?
Mit den drei Episoden „RUMORS“, „PROTOCOL“ und „LOVE“ werden nun endlich einige Fragen beantwortet, doch noch mehr davon aufgeworfen. „Serial Experiments Lain“ bleibt auch nach der dritten DVD eine der konfusesten und dennoch spannendsten Anime-Serien überhaupt. Die wirre Inszenierung macht es dem Zuschauer nicht immer einfach, den roten Faden nicht zu verlieren. Doch gerade das ist es, was die Serie zu so etwas Besonderem macht; sie ist einfach anders. Nachdem man diese drei Episoden gesehen hat, ist man auf jeden Fall noch mehr auf das Ende gespannt also zuvor.
Wie auch bei den ersten beiden DVDs, sind drei Tonspuren enthalten; eine japanische DD2.0, eine deutsche Dolby Digital 5.1, sowie letztere auch in DTS. Leider tritt auch hier das bekannte Phänomen der sehr dumpfen DTS-Spur auf, weshalb man die DD5.1 Tonspur vorziehen sollte. Diese gefällt durch eine gute Dialogverständlichkeit und ordentliches Volumen, auch im Tieftonbereich. Split-Effekte gibt es nur sehr wenige, dennoch erstreckt sich die Wiedergabekette auf alle Lautsprecher, was eine durchaus wohlklingende Räumlichkeit erzeugt.
Die Bildqualität ist, wie bei den vorigen DVDs, bis auf wenige Ausnahmen tadellos. Nur einige schwierige Sequenzen bringen den Transfer aus dem Gleichgewicht, was sich an unruhigen Kanten oder leichten Nachzieheffekten äußert. Ansonsten gefällt das Bild vor allem durch einen guten Schärfe- und Kontrastpegel, sowie einer sehr guten Rauschunterdrückung. Auch bei den Extras blieb man dem Konzept der beiden Vorgänger-DVDs treu, so finden sich leider wieder einmal nur einige schlecht erkennbare „Artworks“ sowie eine knapp 2 Minuten dauernde, musikunterlegte „Slideshow“ auf der DVD wieder.
Für Freunde von außergewöhnlichen Filmen führt kein Weg an „Serial Experiments Lain“ vorbei und auch die dritte DVD lässt Vorfreude auf das Serien-Finale aufkommen. Einfach grandios. |