Ein
Review von Matthias Schmieder

Die 13jährige Lain lebt in der nahen Zukunft. Im Grunde ist sie ein ganz normales Mädchen, wenn auch etwas still und vereinsamt. Nur ihre Schulfreundin Alice (jap. Arisu) versucht sie gelegentlich aus ihrer selbstgewählten Einsamkeit zu locken. Eines Tages sind die Mädchen in ihrer Klasse vollkommen verstört, da sie eine E-Mail von einer Klassenkameradin erhalten haben, die kurz zuvor Selbstmord verübt hatte. Dieses Ereignis bringt Lain dazu, auch ihren alten Computer wieder einmal einzuschalten. Und tatsächlich, auch sie hat eine E-Mail von dieser Klassenkameradin erhalten, in der diese behauptet, daß zwar ihr Körper tot sei, sie selbst aber im Netz weiterlebe.
Dieses Erlebnis beschäftigt Lain so stark, daß sie ihren Vater bittet, ihr einen neuen Computer zu kaufen. Zur gleichen Zeit beginnen ihre Schulfreundinnen plötzlich zu behaupten, sie hätten Lain abends gesehen, allerdings eine ganz andere, selbstbewußte Lain. Aber wie kann das sein? Sie war doch abends zu Hause geblieben? Lain beginnt sich schließlich immer stärker mit Computern und dem Netz zu beschäftigen. Dabei trifft sie immer wieder auf Leute, die behaupten, sie schon lange zu kennen, bzw. ihr Alter Ego, diese mysteriöse, selbstbewußte Lain. Immer tiefer steigt sie in das Netz ein und beginnt sich dabei zu verändern. Sie wird selbstbewußter und droht zugleich immer stärker den Kontakt mit der Realität zu verlieren. Wer ist überhaupt diese andere Lain? Und was sind das für geheimnisvolle Männer in einem schwarzen Wagen, die immer ihr Haus beobachten? Und wo liegt die Grenze zwischen Netz und Realität, bzw. existiert diese Grenze überhaupt?
Layer 01: Weird
Layer 02: Girls
Layer 03: Psyche
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| Im Handel ab: | 27.09.2004 |
| Anbieter: |
SPV Schallplatten GmbH
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| Originaltitel: | Serial Experiments: Lain |
| Genre(s): |
Anime
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| Regie: | Ryutaro Nakamura |
| FSK: | 12 |
| Laufzeit: | ca. 108 min |
| Audio: | Deutsch: DTS 5.1
Deutsch: Dolby Digital 5.1
Japanisch: Dolby Digital 2.0 Stereo
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| Bildformat: | 4:3 Vollbild (1.33:1) |
| Medien-Typ: | 1 x DVD-9
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| Regionalcode: | 2 |
| Verpackung: | Amaray Case im Schuber
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| Untertitel: |
Deutsch,
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| Extras/Ausstattung: |
- Kinotrailer
- Kapitel- / Szenenanwahl
- Artwork
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| Zusatzinfos: |
Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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Das im 4:3 Vollbild vorliegende Bild kann durchaus überzeugen. Neben einer sehr guten Schärfe fällt vor allem die Rausch- und Artefaktfreiheit positiv auf, da gerade Trickfilme öfter damit zu kämpfen haben. Genauso sieht es auch mit der Kantendarstellung aus. Diese ist bis auf wenige Sequenzen korrekt und weist keine Doppelkonturen oder sonstige Fehler auf. Leider sind die Farben ein wenig zu blass und auch der Kontrast kann stellenweise nicht überzeugen. Doch insgesamt ist das Bild sehr gut gelungen und verdient knappe 7 Punkte...
7 von 10 Punkten

Der DVD beinhaltet gleich drei Tonspuren. Die deutsche Synchronisation liegt in DTS sowie Dolby Digital 5.1 vor, die original japanische Synchronisation wurde in DD2.0 auf die DVD gepresst. Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Spuren sind sehr deutlich. So fällt bei der deutschen DTS Spur sofort eine sehr dumpfe Wiedergabe auf, und auch die Dialoge sind leiser abgemischt worden. Die DD5.1 Spur klingt im direkten Vergleich weit offener und besser als ihr Pendant, und auch in der Tieftonwiedergabe scheint die Dolby Spur einen Trick dynamischer zu sein. Sieht man von den Unterschieden der Tonspuren einmal ab, eröffnen beide ein sehr schönes und dichtes Klangfeld, das vor allem durch den Score gestützt wird, direktionale Effekte kommen eher selten vor. Die japanische DD2.0 Spur hingegen lässt kaum Räumlichkeit zu und ist auch nicht so dynamisch wie ihre Konkurrenten.
7 von 10 Punkten

Neben den aufwendig animierten und mit Sound unterlegten Menüs bietet die DVD leider nur sehr wenig Ausstattung. Unter dem Menüpunkt „Extras“ findet man zunächst drei „Trailer“ zu weiteren Anime DVDs. Unter „Artworks“ werden uns einige Skizzen aus der Anime-Serie gezeigt, die leider aber in derart schlechter Qualität vorliegen, dass kaum etwas zu erkennen ist. Der „Textlose Vorspann“ zeigt, wie der Name schon andeutet, das Intro der Serie ohne Laufschriften.
2 von 10 Punkten

Die Vol. 1 DVD kommt mit einer sehr gelungenen Bildqualität und einer reichen Auswahl an Tonspuren ins heimische Wohnzimmer. Leider ist die DTS Tonspur viel zu dumpf und deshalb leider nicht zu gebrauchen. Auch gibt es kaum Extras, denn neben einem wirklich toll animierten Menü findet sich nichts weiter Interessantes. „Serial Experiments Lain“ ist sicher einer der anspruchsvollsten Animes, die ich bisher gesehen habe. Schon die ungewöhnliche Inszenierung und der außergewöhnliche Zeichenstil machen diese Serie zu etwas besonderem. Die Storyline ist wirklich sehr gut durchdacht, doch nicht immer einfach zu verstehen. Einzelne Episoden sind des öfteren nicht in sich schlüssig und regen dadurch zum Denken, aber auch zum Schmunzeln an. „Serial Expermints Lain“ ist ein Muss für jeden Anime-Liebhaber, denn kaum eine andere Serie schafft es, solch komplexe Szenerien zu bieten und den Zuschauer immer in einer Scheinwelt zu halten. Immer wieder wird die Frage aufgeworfen: „Was ist real, was nicht?!?“ Die Antwort werden wir wohl in einer der folgenden Volumes zu sehen und zu hören bekommen.
6 von 10 Punkten
| Und das meinen unsere Kollegen... |
 Fazit: 3/5 |
Eine ordentliche DVD, der ein paar zusätzliche Extras gut zu Gesicht gestanden wären.
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